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Psychotherapie
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  Methoden der Psychotherapie

Neben den Wurzeln psychotherapeutischer Verfahren, den tiefenpsychologischen Verfahren, wie der Psychoanalyse nach S.Freud, der Analytischen Therapie nach C.G.Jung, der Bioenergetischen Körpertherapie nach W.Reich oder der Individualpsychologie nach A.Adler gab es die Verhaltenstherapie, die auf dem behavioristischen Theorien basiert. Als dritte Kraft wurden die Therapien, die sich aus der Humanistischen Psychologie und Philosophie (z.B. Gestalttherapie) oder/ und den Körperprozessen (z.B. Bioenergetik) sich entwickelten, bezeichnet. Heute gibt viele Therapien, die auf einem konzeptuellen Modell fokussiert basieren, aber in der Anwendung viele gemeinsame Elemente benutzen. So können wir heute von mehreren integrativen Ansätzen ausgehen, die verschieden in ihren Schwerpunkten sind.
  Gestaltpsychotherapie

"Hier und Jetzt" ist in der Gestalttherapie zum Focus geworden. Darunter wird verstanden, was man im gegenwärtigen Augenblick wahrnimmt und speziell was man fühlt. Durch Rollenspiele, Körperübungen oder kreative Medien lassen sich Erfahrungen erleben, die im wesentlichen das Bewusstsein, bezogen auf Gefühle und Körper, vertiefen um so mehr Bewusstheit für uns und unser Leben zu erreichen. Als der Humanistischen Kraft zugehörig, sind auch deren Postulate der Tendenz zu Selbstaktualisierung, dem Bestreben des Menschen sich zu entfalten, der Wert- und
Urteilsfreiheit, der Kongruenz und der Empathie von wesentlicher Bedeutung. Das Prinzip von Vorder- und Hintergrund wird nicht nur kognitiv verarbeitet, sondern auch in der Praxis angewandt. Denn alle Störungen wirken im Hintergrund von Gestaltbildungssprozessen in der Berührung mit dem Umfeld als Hemmung, die unsere Energie fesseln und schwer machen kann (vgl. depressive und zwanghafte Prozesse), oder umgekehrt uns mit ungerdeter Energie rastlos über jede vertiefende Begegnung hinweg treiben lassen (vgl. hysterische und narzisstische Prozesse).
Ein wesentliches Ziel der Gestalttherapie ist, es offene emotionale Prozesse zum Abschluss zu bringen, da offene Prozesse (oder mit den Worten der Gestalttherapie: offene Gestalten) Energie absorbieren.
Sensory Awareness ist die Bewusstmachung der Selbstwahrnehmung. Es gilt das Spüren des Körpers zu erlernen und im Einklang mit natürlichsten Bewegungen zu lernen sich bewusst im Hier und Jetzt zu bewegen. Körperempfinden und Körperbotschaften der Gefühle erkennen und begreifen zu können sind ein tiefgründiger Weg auf dem Weg der Bewusstwerdung und dem Gang eines 'Bewussten Lebens.'
  Körper- und Atemtherapie

Der Leib ist der Körper, den unsere Seele bewohnt (vgl. Dürkheim). Der Atem ist sowohl das verbindende Glied als auch die uns am Leben erhaltende Kraft. Es gibt zahlreiche Richtungen (u.a. Bioenergetik), die den Atem als wesentliches Vebindungsglied zwischen der Psyche und dem Körper betrachten. Keine konkurrenziert eine andere, sondern setzt einfach andere Schwerpunkte. Verschiedene Massagetechniken benutzen diesen Zusammenhang (Polarity, Biodynamische Psychologie von G. Boyeson, Rolfing, Cranial-Sacral, u.v.m). Aktivere Techniken, die das Aufgerichtetsein des Körpers und die Körperbewegungen als Ausdruck des Seelischen fokussieren, sind u.a. Feldenkreis, Alexander-Technik und die Bewegungsmeditationen, wie z.B. Qi Gong, Aikido,Thai Chi Chuan, u.v.m.. Der Einfluss des Atems auf unser Befinden kennen wir sowohl auf der Seite der Gefühle, als auch beim Sport. Tiefschnaubend erleben wir unsere Wut oder unseren Zorn, während unsere Angst unseren Atem flach und dünn werden lässt. Können wir uns die Motivation geben, uns sportlich zu bewegen, erreichen wir meist ein tieferen und reicheren Atem, gepaart mit einem Wohlgefühl in Körper und Geist. Der Atem ist seit Menschengedenken ein wichtiges Handwerkzeug vieler seelischen Medizinmänner und -frauen (Schamanen, Eingeweihte, etc.). Moderne Therapietechniken benutzen diese Erkenntnis direkt. So z.B. das Holotropes Atmen, Rebirthing, u.a. Atemtherapien oder Bioenergetik
  Systemische Therapie

Neben dem intrapsychischen Wirkmechanismen werden in der Systemischen Therapie schwerpunktmässig der Einfluss von interpersonalen sozialen Beziehungen auf unsere Entwicklung betrachtet. Wir entstammen aus unserem elterlich-familiären Milieu und deren System, das auf unsere Entwicklung einwirkte. Später sind wir in unserem sozialen Netz wieder in einem System eingebunden und können unseren Seelenthemen erneut begegnen. Wir sind nicht das Opfer des Systems, sondern aufgrund unseres Bewusstseins über den Wirkmechanismuses des Systems, können wir unsere Rolle erkennen und uns selbst finden. Damit befreien wir uns ohne das System ablehnen zu müssen. Wir lernen uns selbst zu leben und damit aktiv unseren Einfluss auf das System zu nehmen.
  Verhaltenstherapie und Kognitive Therapie

Verhaltenstherapie beruht auf der Psychologie des Lernens und dem Bemühen Verhaltensänderungen durch ein Repertoire von Verhaltensmodifikationen zu erwirken. Dazugehören sowohl Konfrontationen im Rollenspiel, als auch lebensnah an Originalorten um die lebensblockierten Verhaltensmuster zu dekonditionieren. In der kognitiven Therapie wird der Schwerpunkt auf die Kognitionen, die uns steuernde Gedanken, fokussiert. Oft wird auch von kognitiver Verhaltenstherapie gesprochen, als eine Verbindung oben genannter Schwerpunkte. Lernen wir z.B. anstatt ein halb leeres Glas, als ein halb volles Glas zu bezeichnen, können wir unser Denkverhalten neu aufbauen. Wir ersetzen unsere eher negativ bestimmenden Gedanken in positive, wertschätzende und liebevolle Gedanken. Dies bewirkt ein grundlegend veränderndes Selbstbefinden in Körper und Geist.
  Paartherapie und Beziehungsarbeit

Jeder von uns lebt in seinem persönlichen Interpretationssystem (intrapsychisches System), das durch seine Prägungen und seine Lebensscripts gebildet wurde. Paarkonflikte entstehen meist, wenn zwei solcher Systeme aufeinanderprallen. Haben sie die Qualität einer Seelenverwandtschaft, ist aufgrund deren Übereinstimmung eine harmonische Beziehung das Ergebnis. Begegnen sich aber Gegensätze, ist oft ein Unverständnis, oder eine Ablehnung die Ursache von distanzierter Begegnung. Diese Kollusionen sollten erkannt, aufgearbeitet und ein alternativer Umgang erarbeitet werden. Beziehungsarbeit kann eine wertvolle Bereicherung des Lebens darstellen, indem die Partner gegenseitig ein klarer seelischer Spiegel sind.
  Tiefenpsychologische Verfahren

Tiefenpsychologische Verfahren gehen vom Konzept des Unbewussten aus. Durch Gespräche wird versucht, die aus dem Unbewussten wirksam steuernde Vorgänge bewusst zu machen. Beispiele für tiefenpsychologische Verfahren sind die klassische Psychoanalyse nach Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie. Freud schrieb der Sexualität und deren Entwicklung grosse Bedeutung zu. C.G Jung begründete die Analytische Therapie, in dem er das Konzept vom kollektiven Unbewussten in die Psychotherapie mit aufnahm. Er arbeitete viel mit Myhten und Märchen. Für Alfred Adler stand dagegen in seiner individualpsychologischen Therapie, die Minderwertigkeit im Vordergrund. Während die Daseinsanalyse auf der Philosophie M.Heideggers basiert. Szondi's Schicksalsanalyse versuchte die Konstellation der Familie als Lebensschicksal besonders zu betrachten.
 
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