Manfred M. Riedle Zürich: Niederdorfstr. 18, 8001 Zürich, +41 1 252 54 23
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  Ein Weg der Selbstentfaltung: Werde, was du bist!

Selbstentdeckung ist der Beginn der Selbstentfaltung. Vergleichbar dem ersten Blick in den Spiegel, entdecken wir uns selbst und entwickeln ein Bewusstsein für uns selbst: unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse, unsere Lebensscripts, unsere Denkkonzepte und unseren Körper. Verdrängte und vergessene Erlebnisse mit ihren Gefühlskomponenten erleben wir bewusst wieder um sie in uns zu integrieren. Die Identifizierung mit allen Aspekten unseres persönlichen Daseins ist unumgänglich. Wir werden zu der Person, die wir in Wahrheit schon sind. Wir lernen uns bewusst zu erfahren und in unserem Leben bewusst zu handeln.


Ich bin mein Körper:
Den Körper bewusst wahrzunehmen heisst auch seine Sprache und seine Botschaften zu verstehen. Unsere Seele und unsere Emotionen drücken sich mittels unserem Körper aus. Gefühlsblockaden oder verdrängte Emotionen können sich in Körperspannungen und -Verspannungen manifestieren und sehr schmerzvoll sein. Spirituelle Arbeit ist auch Arbeit am und mit dem Körper.

Ich bin meine Gefühle:
Gefühle werden durch den Körper spürbar. Jedes Empfinden, jede Emotion verändert den Atem und unser körperliches Befinden. Primäre Gefühle sind ein direkter Ausdruck unseres Leben. Sekundäre Gefühle werden ausgelöst durch unsere Gedanken, unsere Vorstellungen und unsere Bilder. Lebendigkeit wird erlebt, wenn wir im freien Fluss unsere Gefühle bewusst und achtsam leben.


Ich bin meine Gedanken:
Gedanken sind neben Gefühlen und Körperlichkeit ein gleichwertiger Aspekt des Lebens. Im erwachenden Zustand werden uns die Wirkungen unsere Gedanken bewusst und wir lernen unseren Gedankenstrom zu führen und zu lenken. Durch bewusstes Entscheiden, ausgewähltes Focusieren steuern wir uns bestimmt durch den Fluss des Gedankenstroms. Durch das Bewusstwerden unserer Wahrnehmungsfilter und unserer Interpretationsmuster öffnen wir unsere Sichtweisen und unsere Verblendungen nehmen ab. Wir verstehen sowohl uns als auch unsere Mitmenschen besser.

Ich bin Geist:
Der geistig-seelische Aspekt können wir bewusstseinsmässig betreten, indem wir unsere bisherigen Gedanken, Gefühle und Körperlichkeiten transformieren. Durch den Prozess der Deidentifizierung gelangen wir von dem bisherigen Verständnis, was ich bisher meinte zu sein, zur tieferen Seinsdimension, der Wesensebene. Die Erlebensmöglichkeiten dieses Bereiches sind mannigfaltig. Von dem Erleben des Einsseins mit der Schöpfung, bis zur Erfahrung der Dualität von Yin und Yang führen alle diese zu tiefst erfahrenen Erlebnisse und Visionen zu nachhaltigen Veränderungen unseres Begreifen von uns und dem Leben an sich. Vielfach werden Menschen auf diesem "Weg nach Innen" als Suchende bezeichnet.


Der wahre Suchende ist der, der auf der Suche nach sich selbst ist.
Gib alle Fragen auf ausser der einen: "WER BIN ICH"
Schliesslich bist du dir nur einer Tatsache gewiss: DU BIST!
Das "ICH BIN" ist sicher,

das "Ich bin dies" ist es nicht.
Bemühe hersauszufinden, was du in Wirklichkeit bist.
Um zu wissen, was du bist, musst du zunächst das untersuchen

und kennen, was du nicht bist.
Entdecke alles, was du nicht bist: Körper, Gefühle, Gedanken, Zeit, Raum, dies und das.
Nichts, was du konkret oder abstrakt wahrnimmst, kannst du sein.
Gerade der Vorgang der Wahrnehmung zeigt, dass du nicht das bist, was du wahrnimmst.
Je genauer du verstehst, dass du auf der Ebene des Verstandes

nur in negativen Begriffen beschrieben werden kannst,
um so schneller wirst du zum Ende deiner Suche kommen
und realisieren, dass du das unbegrenzte Sein bist.

(Sri Nisargadatta Maharaj)

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Ich bin ich und Du bist Du

Ich und Du heisst auch du bist Du, da ich Ich bin. Wenn ich Ich bin und gut für mich sorgen kann, kann ich mit Mitgefühl für Dich da sein um Dich zu begleiten; gehen musst du selber! Dies drückt sich in unten aufgeführten Texten (als PDF-File) wunderschön aus:

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Ich bin ich und du bist Du
Ich bin nicht dazu da um deine Erwartungen zu erfüllen,
und du bist nicht dazu da um meine Erwartungen zu erfüllen
Wenn wir uns finden ist es wunderschön,
wenn nicht, kann man nichts machen.

(Fritz Perls)

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Ich bin nicht dazu da um durch dich zu leben, sondern mit dir.
Du bist nicht dazu da um durch mich zu leben, sondern mit mir.
Begegnen wir uns so, so sind wir mit uns und der Welt im reinen, klaren und aufrichtigem Kontakt.
Begegnen wir uns so nicht, so versündigen wir uns.

(Manfred Riedle Nov. 91)

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Unsere Lebensgefährtin ist eine Blume.
Wenn wir uns gut um sie kümmern, wird sie wunderschön wachsen.
Wenn wir uns schlecht um sie kümmern, wird sie verwelken.
Um einer Blume zu gutem Gedeihen zu verhelfen, müssen wir ihre Natur verstehen.
Wieviel Wasser benötigt sie? Wieviel Sonne?
Wir schauen tief in uns selbst hinein, um unsere wahre Natur zu erblicken, und wir schauen tief in den anderen, um seine Natur zu erblicken.

(Thich Nhat Hanh)

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Die Paare "Anima & Animus" und "Yin & Yang"

Bewusste Selbstverwirklichung benötigt vertiefte Selbsterkenntnis, die durch intensive, gut begleitete Selbsterfahrung eintritt. Hierzu gehören ebenfalls die Erfahrungen sowohl von gleichgeschlechtlichen, als auch von gegengeschlechtlichen Seelen-Prinzipien, die nach C.G.Jung als Anima und Animus und nach östlichen Traditionen als Yin und Yang bezeichnet werden.
Jede Person trägt in sich die Eigenschaften dieser Prinzipien als Ressourcen in sich. Noch unbewusste Aspekte werden uns oft im Gegenüber, in das wir uns unter anderem auch deswegen verlieben können, gespiegelt. Entdecken wir diese Aspekte in uns selbst, können wir die Projektionen zurücknehmen und deren Inhalt in uns bewusst integrieren.
Je nach sozial systemischen Milieu und biografischen Prägungen entwickeln wir einzelne Prinzipien, während andere noch in uns schlummern.
Yin bezeichnet das energetisch weibliche Prinzip. Yin tendiert zur Konsolidierung der Gegenwart und bremst die Vorwärts-bewegung des Yang.
Es werden dem Yin-Prinzip folgende Elemente und Attribute zugordnet: Wasser; dunkel; introvertiert; zusammenziehend; aufnehmend.
Yang bezeichnet das energetisch männliche Prinzip. Yang-Aktionen gestalten die Zukunft und zerstören die bewahrenden Yin Produkte. Es werden dem Yang-Prinzip folgende Elemente
und Attribute zugordnet: Feuer; hell; extrovertiert; ausdehnend; initiativ.

Wasser ist fähig Feuer zu löschen, während Feuer wiederum Wasser verdampfen kann. So bedingen sich Yin und Yang und kontrollieren sich ebenso.
Auch die Anima benötigt den Animus und umgekehrt. Sie bedingen sich gegenseitig und kontrollieren die Extreme zu Gunsten der Ausgewogenheit dieser natürlichen Seelenprinzipien. Mitfühlendes und liebevolles Empfinden erhält durch klares entschlossenes Handeln die erfüllende Ergänzung, während umgekehrt die Offenheit für Liebe jegliches Handeln empfindsam macht.

Die Einheit von Körper, Geist, Seele manifestiert sich insbesondere durch das gegenseitige Durchdrungensein dieser Prinzipien und deren Wechselwirkung.
  Weg nach Innen

Der Mensch ist ein Suchender. Er sucht zunächst dort, wo er lebt, in der äusseren Welt. Das wiederentdecken der inneren, seelischen Welt eröffnet dem bzw. der Suchenden neue Perspektiven. So wird Shambala, das Paradies oder der heilige Gral nicht mehr in der äusseren Welt der Materie, sondern in der inneren, der seelische-geistigen Welt gesucht.

Das Aussen wird als ein Spiegel aufgefasst und das Gespiegelte als das eigene Wesen, die eigene Seelentiefe erfahren. das Möbius-Band
Nach Innen horchen, und unser Inneres - die emotionale Sprache der Seele - verstehen lernen und nach Aussen bringen.

Hineingehen bedeutet die Seele, ihre Sprache, ihre Bilder und ihre Empfindungen verstehen lernen (empfohlene Literatur: Ralph Metzner). Mit dem Bewusstsein wieder nach aussen treten bedeutet zutiefst zu erfahren was rechtens und unrechtes ist. Haben wir die Kraft und den Mut, unser Leben danach auszurichten, leben wir unser Inneres, d.h. wir verwirklichen uns im Äusseren. Durch die Harmonie und Echtheit von Innen und Aussen strahlen wir Integrität, Charisma und Festigkeit aus. Dies sind Voraussetzung für klare Entscheide und entschlossenes Handeln, sowie eine reife Sozial-Kompetenz.


 Körper 
Gedanken
Gefühle
Geist und Herz
 Seinsebene 
Aussen     ------>  ------>  ------>  ------>  ------>   Innen  
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Das Leben (emotional, kognitiv und geistig) im Körper und in der Welt verwirklichen und die Eindrücke nach Innen fliessen lassen.

Das Leben in seiner Tiefe (Seinsebene) erfahren und
ins äussere Dasein wieder
einfliessen lassen.


Das Bedürfnis nach Ganzheit, beinhaltet neben der Sehnsucht nach der göttlichen Quelle (dem Entdecken der bedingungslosen Liebe in unserem seelischen Herzen) eine entfaltende Kraft, die uns hin zur Ganzheit entwickelt und Teile unseres Schattens und unseren schlummernden Ressourcen in unserer bisherigen Persönlichkeit bewusst integriert. Analog einer Klaviertastatur werden wir immer fähiger mehr Oktaven im Spiel des Lebens zu benutzen. Das Leben und unser "Im Leben Sein" wird interessanter, abwechslungsreicher und reifer.

  Lebenssinn und Sinnfindung

Lebenssinn können wir einerseits darin finden, unser Leben in der entsprechenden Entwicklungs- und Lebensphase aktiv zu leben. Aktiv bedeutet hier nicht zwingend machend, sondern eher aktiv geschehen lassend. Jede Entwicklung ist physiologisch und psychologisch notwendig. Befinden wir uns in einer der 12 Glieder des Lebensrades oder in einer der persönlichen Entwicklungsstufen nach den Erkenntnissen westlicher Entwicklungspsychologie, gilt es diese Phasen und Stufen als Ziel zu sehen und intensiv bewusst zu leben. Dies verschafft uns Sinn und eröffnet uns in jeder Phase erneut die zugehörige Lebensfreude. Natürlich beinhaltet es nicht nur Freude und Leichtigkeit, denn in jeder Entwicklung gehören ebenso auch schmerzhafte und traurige Erfahrung dazu. Wesentlich ist, dass wir uns nicht gegen den Prozess der Entwicklung sträuben, sondern die Entfaltung dankend annehmen und uns in jede Phase wieder erneut hineingeben.

Einen tieferen Sinn entdecken wir dabei auch auf der Suche nach Antworten auf die Frage "Wer bin Ich?" In jeder Phase gibt uns das Leben antworten, die wir zu entschlüsseln und zu verstehen lernen. Der tiefere Sinn des Lebens zeigt sich uns in einer persönlichen Botschaft. Die allseitige Verbundenheit und die absolute bedingungslose Liebe können unseren Seelenzustand erkenntnisreich und erfüllend verändern.

"Das Ganze ist mehr als nur die Summe aller Einzelteile!"

Beständigkeit und Vergänglichkeit sind keine Gegensätze mehr, sondern sich ergänzende Faktoren. Die Beständigkeit auf seelisch-geistigen Bereichen ergänzt die Vergänglichkeit und das Wandelbare auf Erden. Wahres Glück wird nicht mehr im Materiellen gesucht sondern im Seelischen.
In seiner Mitte ruhend, den heiligen Gral als innerer Tempelort bewahrend, lässt den Menschen offen und bewusst in der Welt sein. Das Leben ist nicht mehr geprägt von der Suche, sondern von dem Sosein. Das Gefühl wirklich zu Hause (im spirituellen Sinn) angekommen zu sein bedeutet auch mit der geistigen Familie vereint zu sein und gibt uns die notwendige Geborgenheit, sowie das natürliche Urvertrauen zurück. Wir fühlen uns fest verankert, gut verwurzelt und auf festem Boden stehend und sind neugierig auf die Welt. So können wir uns wieder der weltlichen Familie zuwenden. Wir kehren als erwachsener Sohn oder erwachsene Tochter zurück und gestalten unser Leben, ausgerichtet nach den inneren Werten.

  Moral oder Ethik

Moral möchte uns Leitlinien für das Leben miteinander und in der Verantwortung für das Leben geben. Oft wird mit Moral auch Schuldgefühl, Sünde und Strafe verbunden. Dies wirkt in uns im allgemeinen erdrückend und bedrohend. Moralbegriffe sind Kultur- Religions- und Gesellschaftsabhängig.
Ethisches Empfinden ermöglicht in uns das Bewustsein zu erhalten, was recht und unrecht ist, was bös und gut ist, was dämonisch und heilig ist oder was fehlerhaft und richtig ist. Es entspricht dem Gehalt der Moral, ist aber nicht bestimmend, sondern selbstverantwortlich. Anstatt "du darfst nicht" ist die Erkenntnis vorhanden was ethisch gesund und recht ist. Mitgefühl, Achtung und Wertschätzung sich selbst und den anderen gegenübern sind die Grundlagen für ein aufrechtes ethisches Leben.
Gestalten wir unser Leben nach inneren ethischen Werten, und erkennen die Versuchungen, die uns auf diesem rechten Weg ablenken können, können wir ein achtsames und erfülltes Leben führen.

Im Beethovenfries von G.Klimt werden diese Seiten des Lebens künstlerisch wunderbar dargestellt. Einerseits die Leiden der schwachen Menschheit und der grossen Sehnsucht nach Glück und dem unterliegen der Auswirkungen der 'feindlichen Gewalten' von Wollust, Unkeuschheit und Unmässigkeit, während andererseits durch die Befreiung und der Auflösung die reine Freude, das reine Glück und die reine Liebe erfahren werden kann. Um dies zu erreichen und um dies aufrechtzuerhalten ist ein ethisch aufrecht geführtes Leben notwendig.

Im Sufismus wird von dem Schleier gesprochen, der unseren Geist und unser reines Herz trübt. Durch unten aufgeführte PDF-Liste zur Selbsteinschätzung können wir unser Leben und unsere ethische Ausrichtung stets überprüfen und reflektieren:

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  Humor

Humor beinhaltet Heiterkeit, Komik, Witz, Lachen und eine fröhliche Lebenseinstellung. Humor und Lachen bewirken intensive physiologische Prozesse, die entspannend, lustvoll und erleichternd erlebt werden. Herzhaftes Lachen wirkt sich direkt auf das neurovegetative System aus und aktiviert das Herz-Kreislauf-System. Mittels Lachen wird auch die Atmung natürlich und befreit.
Schon Säuglinge drücken durch Lächeln ihre Zufriedenheit aus. Lächelnde Mimik eine Person erwirkt in uns meist ein vertrauter Eindruck. Und ein Lächeln kann eine bedrohliche oder aggressive Situation auch entschärfen und damit als Aggressionspuffer dienen.

Zwei Ratten unterhalten sich im Labor eines Lernpsychologen:
"Findest du nicht auch, dass wir diesen Verhaltensforscher
wunderbar konditioniert haben? Wir brauchen nur ein paarmal
auf den Hebel zu drücken, und schon kommt er und gibt uns Futter!"

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Der Psychotherapeut redet der Ehefrau des Patienten ins Gewissen:
"Ihr Mann leidet unter schweren Depressionen. Er baucht wirklich
absolute Ruhe und Erholung." "Ich weiss, aber er hört einfach nicht auf mich."
"Ausgezeichnet", meint der Therapeut, "das ist ein guter Anfang."

Die Wirkungsweise des Humors ist die paradoxe und daher unerwartete verbale oder nonverbale Reaktion auf eine Situation. Durch das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Denksystemen kann durch deren Inkongruenz eine humorvolle Situation entstehen.

Humor wird in vielen Kulturen durch den Narr oder den Clown vertreten. Der Clown im Spital, im Zirkus oder bei Festen wirkt befreiend und erheiternd, und hilft über Schmerzen, Traurigkeit und Trübsal besser hinwegzukommen. Humor und sein Lachen hat Heilwirkung.
Auch Komödien und Lustspiele bringen Alltagsszenen auf die Bühne bzw. Leinwand über die wir herzhaft lachen können, da wir unsere eigenen Erfahrungen dissozieren können. Gelingt uns dies nicht, nehmen wir meist die Dinge zu persönlich und können uns ausgelacht und schamhaft fühlen.

Die Auskunft teilt mir mit, dass die Antwort auf zwei Fragen 100 Euro kostet.
"100 Euro für zwei Fragen, ist da nicht etwas zu teuer?" meinte ich.
"Mag sein", erwidert die Auskunft und wie lautet die zweite Frage?"

 
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